Basis für die Zinsberechnung ist der Nennwert der Anleihe

Serie Finanzwissen: Finanzwissen Anleihen Die Verzinsung

Bei den meisten Anleihen erfolgt die Zinsausschüttung einmal jährlich. Es gibt aber auch Anleihen, bei denen häufiger Zinsen fällig werden. Basis für die Zinsberechnung ist der Nennwert der Anleihe.

Wer in Anleihen investieren will, kann aus einer Vielzahl von Produkten wählen. Um die Auswahl einzugrenzen, ist es empfehlenswert, zunächst darüber nachzudenken, welche Form der Verzinsung am besten zu Ihrer eigenen Anlagestrategie passt. Anleger, die noch keine Erfahrungen mit Anleihen haben, sollten sich vor dem Kauf von einem unabhängigen Fachmann beraten lassen.

Hinsichtlich der Verzinsung werden drei Typen von Anleihen unterschieden:

  • Straight Bonds: Festzinsanleihen
  • Floater: Anleihen mit variablen Zinssätzen
  • Zero Bonds: Anleihen ohne periodische Zinszahlung

Der Klassiker: Anleihen mit fester Verzinsung

Straight Bonds, wie klassische Festzinsanleihen auch bezeichnet werden, sind überschaubar. Der Anleger kann die Rendite bereits beim Kauf berechnen, weil der Zinssatz während der gesamten Laufzeit unverändert bleibt. Die Ausschüttung erfolgt in der Regel einmal im Jahr. Der Kauf von Straight Bonds ist besonders empfehlenswert, wenn mit sinkenden Kapitalmarktzinsen gerechnet wird. 

Floater: immer nahe am aktuellen Zinssatz bleiben

Zeichnet sich eine Phase steigender Zinsen am Finanzmarkt ab, sind Anleihen mit variablen Zinssätzen (Floater) oft die bessere Wahl. Zum Kaufzeitpunkt einer Anleihe mit variablen Zinssätzen ist nicht bekannt, welche Zinssätze nach dem Ablauf der einzelnen Zinsperioden gezahlt werden. Die Zinsperioden betragen meist drei, sechs oder zwölf Monate. Zum Ende einer Zinsperiode schreibt der Emittent den nächstfolgenden Zinssatz fest. 

Bei der Festsetzung des Zinssatzes orientieren sich die Emittenten am Finanzmarkt. Als Referenz dient üblicherweise der EURIBOR oder der LIBOR. In den Anleihebedingungen wird zum Beispiel festgeschrieben, dass der Zinssatz x Prozent über dem 6-Monats-EURIBOR liegt. Die Differenz zwischen den Zinssätzen wird als Spread bezeichnet. 

Wer in Anleihen investieren will, kann aus einer Vielzahl von Produkten wählen."

Zero Bonds

Nullkupon-Anleihen oder Zero Bonds sind Schuldverschreibungen ohne periodische Zinszahlungen. In der Regel werden Zero Bonds zu einem Preis erworben, der deutlich unter dem Nennwert der Anleihe liegt. Zum Laufzeitende erfolgt die Auszahlung zum Nennwert.

Die Rendite von Zero Bonds ergibt sich aus der Differenz zwischen Kaufpreis und Nennwert. Da die Kurse von Zero Bonds sensibel auf Schwankungen des Marktzinses reagieren, kann sich durch vorzeitigen Verkauf eines Zero Bonds eine zusätzliche Renditechance ergeben. Eine spezielle Form der Zero Bonds sind 'Zinssammler'. Sie werden zum Nominalwert ausgegeben. Die angesammelten Zinsen werden zum Laufzeitende ausgezahlt. 

Zero Bonds bieten langfristig orientierten Anlegern ein Höchstmaß an Planungssicherheit. Wegen der langen Laufzeit spielt jedoch die Bonität des Emittenten eine zentrale Rolle. Um das Risiko zu minimieren, ist eine kompetente Beratung vor dem Kauf angeraten.

 

 

Die vom Autor als Basis für diesen Artikel verwendeten Informationen sind vom Rechteinhaber des Grundlagenwissen: Investmentfonds und die Risiken, der fundsware GmbH, zur Verfügung gestellt worden.

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