Tennis erfordert viel Training

Serie Gastartikel: Talent und das richtige „Näschen“ Von Fondsmanagern und Tennisspielern

Mit den Fondsmanagern ist es ähnlich wie mit den Tennisspielern: Einige dümpeln mit ihren Erfolgen trotz großer Anstrengungen stets auf Mittelmaß herum, andere gewinnen Weltklasseturniere.

Talent und das richtige „Näschen“ spielen meiner Meinung nach auch im Fondsmanagement eine große Rolle für den Erfolg. Die Fondsindustrie kennt dieses Dilemma schon sehr lange: Man braucht die Talente und Leitwölfe für die gute Performance; diese lassen sich zudem auch noch hervorragend vermarkten, woraus denn schnell ein Personenkult entsteht. Ich erinnere da aus früheren Zeiten an den Templeton Growth Fund mit Mark Holowesko.

Die Stars von Templeton

Die Entwicklung dieses Fonds verblasste später im gleichen Maße wie die inzwischen recht zahlreichen, nachfolgenden Fondsmanager. Templeton hat ohnehin einige „Stars“ aufzuweisen: Zu nennen wären da z.B. Michael Hasenstab (Templeton Global Bond) und Mark Möbius (Emerging Markets). Das Ganze ist aber auch recht zweischneidig, wenn der Fondsmanager mal wechselt. Für viele institutionelle Großinvestoren ist ein Fondsmanagerwechsel erstmal ein Signal zum Verkauf.

Der Teamgedanke

Um dem etwas entgegenzuwirken, wird man denn bei den Fondsgesellschaften auch nicht müde, zu betonen, dass hinter (oder neben) dem Manager auch „ein großes und leistungsfähiges Team steht“ und man den oder die Fonds ohnehin immer im „Teamansatz“ führt. Aber es hat sich in der Vergangenheit immer gezeigt: Teamansatz hin oder her, einer muss den Hut aufhaben und die Entscheidungen treffen. Man sagt, dass 80% der gemanagten Fonds ihren Vergleichsindex nicht schlagen und das stimmt.

Den Vergleichsindex schlagen

Aber 20% sind ihr Geld wert und schlagen den Index. Genauer betrachtet, findet man heraus: Diese 20% werden meist von talentierten Fondsmanagern geführt. Wir achten daher selbst sehr genau auf das Fondsmanagement der von uns selektierten Fonds. Wird gewechselt, beobachten wir eine Zeit lang die weitere Entwicklung und steigen ggf. aus. Ohne Talent geht es also nicht, im Tennis wie im Fondsmanagement. 

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