Viele größere Betriebe bieten entsprechende Maßnahmen an

Betriebsrenten Dritte Säule der Altersvorsorge wackelt

Betriebsrenten bilden neben der gesetzlichen Rente und der privaten Kapitalbildung die dritte Säule der Altersvorsorge. Sie wird durch die anhaltende Niedrigzinssituation akut gefährdet. Dadurch gerät das System der Altersvorsorge insgesamt immer mehr in Schieflage.

Dass die gesetzliche Rente nicht in der Lage ist, einen angemessenen Lebensstandard im Alter zu gewährleisten, ist mittlerweile eine Binsenweisheit. Der demografische Wandel sorgt dafür, dass immer mehr Rentenbeziehern immer weniger Beitragszahlern gegenüberstehen - die Folge ist zwangsläufig ein sinkendes Rentenniveau. Aber auch die private Altersvorsorge ist Belastungen ausgesetzt. Durch die niedrigen Zinsen verlangsamt sich die Kapitalbildung deutlich. Klassische Altersvorsorgeprodukte wie die Lebensversicherung rentieren sich kaum noch. Und die Entwicklung bei den Betriebsrenten ist ebenfalls besorgniserregend.

Unzureichende Rückstellungen für Betriebsrenten 

Denn die Finanzierung der Betriebsrenten droht durch die niedrigen Zinsen den Boden zu verlieren. Die Betriebe müssen für ihre Pensionszusagen Rückstellungen bilden. Die werden anhand des sogenannten Rechnungszinses kalkuliert - einem auf 7 Jahre-Basis gebildeten Durchschnittswert. Bei ständig sinkendem Marktzinsniveau passt sich der Rechnungszins erst mit Zeitverzögerung der Marktentwicklung an. Die Folge sind zu geringe Rückstellungen, denn bei der Rückstellungsbildung werden Zinssätze zugrundegelegt, die am Markt nicht erzielbar sind.  

Das System der Alterssicherung wankt

Da das zurückgestellte Kapital am Markt nicht die Erträge erwirtschaftet, die notwendig wären, um die Pensionszusagen abzudecken, entsteht im Zeitablauf eine wachsende Lücke zwischen Rückstellungen einerseits und Pensionsverpflichtungen andererseits. Die Unternehmen sind aber an ihre Pensionszusagen rechtlich gebunden und müssen den nicht gedeckten Betrag anderweitig füllen. Das belastet konsequenterweise die Erträge und die Liquidität. Im Extremfall droht sogar die Insolvenz, einzelne Fälle gibt es bereits. 

Zurückhaltung bei neuen Pensionszusagen 

Wenn das auch die Ausnahme ist, eines ist jetzt schon zu beobachten: Unternehmen werden bei neuen Pensionszusagen immer zurückhaltender. Etliche Betriebe haben inzwischen bei Neueinstellungen die betriebliche Altersvorsorge ganz abgeschafft, andere kürzen bei den Leistungszusagen. Doch es geht auch anders. Eine beitragsorientierte  Finanzierung der Zusage über sehr kostengünstige Anlageklassen bieten heute deutlich mehr Vorteile gegenüber unattraktiven Versicherungsverträgen.

Was man selbst beeinflussen kann, vorantreiben: Die private Altersvorsorge."

Ansonsten droht so etwas wie eine Zweiteilung der Belegschaft: während ältere Mitarbeiter noch auf ihre Pensionszusagen aus besseren Zeiten pochen können, geht der Nachwuchs zunehmend leer aus - nicht unbedingt ein Beitrag zur Generationengerechtigkeit.

Optimierung der privaten Vorsorge 

Umso wichtiger ist es, innerhalb der persönlichen Finanzplanung die private Vorsorge als den Teil der Alterssicherung, der persönlich zu beeinflussen ist, optimal und so kostengünstig wie möglich zu gestalten, z.B. Umsetzung über Honorartarife. Viele Arbeitnehmer setzen dabei immer noch auf klassische Sparformen und die Lebensversicherung, obwohl sich deren Nachteile bei niedrigen Zinsen deutlich bemerkbar machen. Es ist höchste Zeit, auf ein breiteres Anlagespektrum zu setzen und dabei für höhere Renditechancen auch begrenzte Risiken in Kauf zu nehmen.

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