Große Hektik auch an den Rohstoff- und Edelmetallmärkten

In Gold investieren ETC (Exchange Traded Commodities)

In Gold zu investieren war zuletzt nicht unbedingt eine Freude. Seit September 2012 ist der Goldpreis um über ein Drittel gefallen.

Als Komponente in einem gut diversifizierten Anlageportfolio hat das gelbe Edelmetall aber nach wie vor seinen Platz. Viele Anleger, die sich in diesem Sinne engagieren, erwerben das Edelmetall physisch in Form von Goldbarren oder -münzen. Das ist nicht unbedingt die günstigste Methode. Es gibt Alternativen - zum Beispiel ETC, das Kürzel steht für Exchange Traded Commodities.

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Eine Alternative zum physischen Kauf 

Gold-ETC sind börsengehandelte Wertpapiere, deren Entwicklung an den Goldpreis gekoppelt ist. Einer der bekanntesten in Deutschland ist der von der Deutschen Börse emittierte Xetra-Gold. Es gibt aber auch etliche andere Angebote am Markt. Beim Xetra-Gold erwirbt der Käufer den Anspruch auf Lieferung von einem Gramm Feingold. Die Preisentwicklung des Wertpapiers entspricht dadurch nahezu 1 : 1 der Goldpreisentwicklung - bezogen auf diese Menge. Die Konstruktion bei anderen ETC ist vergleichbar.  Der Erwerb von Exchange Traded Commodities anstelle des physischen Kaufs besitzt für Investoren vor allem Kostenvorteile.

Wer Goldbarren oder -münzen kauft, muss dafür üblicherweise ein Aufgeld bezahlen. Hinzu kommen die Kosten der Lagerung. Für die Aufbewahrung im Banktresor fallen zusätzliche Gebühren an. Der Goldbarren zu Hause birgt ein nicht unbeträchtliches Risiko und ist kaum zu empfehlen. Bei ETC stellt sich dieses Thema nicht. Aufgelder gibt es hier nicht, es fallen lediglich die üblichen Transaktionskosten für den Börsenhandel sowie die Kosten der Depotverwahrung an. Laufende Kosten übersteigen - sofern sie überhaupt entstehen - in der Regel nicht 0,4 Prozent.  

Da der Goldpreis sich relativ unabhängig von der Kursentwicklung anderer Anlageklassen entwickelt, eignet sich das gelbe Edelmetall gut zur Risikodiversifikation."

Nicht mit ETF zu verwechseln 

Die Bezeichnung ETC legt eine große Nähe zu ETF - börsengehandelten Indexfonds - nahe. Die Parallele besteht in der Kopplung der Wertentwicklung an eine Vergleichsmarke - hier der Goldpreis, dort der Index. Tatsächlich existiert aber zwischen beiden Wertpapier-Arten ein signifikanter Unterschied. Bei ETF handelt es sich um Sondervermögen einer Investmentgesellschaft, also einen klassischen Investmentfonds. Exchange Traded Commodities sind dagegen Schuldverschreibungen des jeweiligen Emittenten und gleichen eher Zertifikaten. Während das Sondervermögen im Konkursfall außen vor bleibt, ist das bei ETC nicht der Fall. Hier besteht daher ein Bonitätsrisiko.

Um dem entgegenzuwirken sind die Papiere in der Regel zu 100 Prozent durch physisches Gold abgesichert. Das gilt zum Beispiel auch für den Xetra-Gold.  Da der Goldpreis sich relativ unabhängig von der Wert- oder Kursentwicklung in anderen Anlageklassen entwickelt, eignet sich das gelbe Edelmetall gut zur Risikodiversifikation. Unabhängige Finanzberatung kann Ihnen dabei helfen, mit Exchange Traded Commodities die richtige Struktur für Ihr Vermögen zu finden.

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