Der Euro schwächelt seit längerer Zeit

Hedgefonds Euro wird noch schwächer

Der Euro schwächelt seit längerer Zeit. Ein bekannter Fondsmanager hält es für möglich, dass der Wechselkurs zum US-Dollar noch weiter absacken könnte.

Die rasante Talfahrt des Euro hält seit mehr als einem Jahr an. Diese Entwicklung sorgt bei aufmerksamen Beobachtern auch deswegen für Besorgnis, weil wegen des schwachen Euro eine hohe Inflation importiert wird. Edouard de Langlade, der den Makro-Hedgefonds EDL Capital gründete, geht davon aus, dass die Gemeinschaftswährung neue Tiefststände erreichen wird. Er hält es für möglich, dass der Euro nur noch 0,8 US-Dollar wert sein könnte. Behält der Finanzexperte, der für riskante Wetten bekannt ist,  recht, wird das zu einem Härtetest für den Zusammenhalt innerhalb der Europäischen Union.

Welche Auswirkungen sind bei weiter fallenden Kursen zu erwarten?

  • Die Inflation wird weiter angeheizt. Das führt zu Instabilität in der Politik und auf den Anleihemärkten.
  • Die EZB wird in Zeiten der Rezession zu starken Zinserhöhungen gezwungen.
  • Sollte die deutsche Regierung nicht mehr in der Lage sein, die hohen Belastungen zu tragen, könnte das zum Auseinanderbrechen der Europäischen Gemeinschaft führen.

Wette auf historische Tiefststände

De Langlade ist ein bekannter Vermögensverwalter. Sein Makro-Hedgefonds EDL Capital ist mehr als 750 Millionen US-Dollar schwer. Die Stimme des erfahrenen Managers hat Gewicht. Es lässt also aufhorchen, wenn er darauf wettet, dass das Verhältnis des Euro zur stärksten Währung der Welt auf 0,8 fallen könnte und damit einen Negativrekord aufstellen würde. Wird seine Spekulation aufgehen? In den vergangenen Jahren durften sich die Anteilseigner des 2015 aufgelegten Fonds in der Regel über Gewinne freuen. Kürzlich fuhr der Fonds jedoch Rekordverluste ein, weil de Langlade die Entwicklung in Bezug auf Russland falsch einschätzte.

Sollte de Langlade die zukünftige Kursentwicklung richtig vorhersehen, könnte das für die europäischen Staaten katastrophale Auswirkungen haben."

Bricht die EU auseinander?

Sollte de Langlade die zukünftige Kursentwicklung richtig vorhersehen, könnte das für die europäischen Staaten katastrophale Auswirkungen haben. Noch gibt es das Bemühen, die Spreads für die einzelnen Länder nicht zu weit auseinanderlaufen zu lassen. Das kürzlich von der EZB aufgelegte TPI-Programm erfordert jedoch gewaltige finanzielle Anstrengungen.

Sollte beispielsweise Deutschland in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten geraten und nicht mehr in der Lage sein, die gezielten Ankäufe von Anleihen der schwächeren EU-Mitglieder zu tragen, ist der Zusammenhalt der Gemeinschaft in ernsthafter Gefahr.

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