Die Erfolgsstrategie Schweizer Banken stehen gut da

Über Jahrzehnte galt die Schweiz als ein äußerst diskreter und sicherer Ort, um Vermögen unterzubringen. Schweizer Banken hatten weltweit einen hervorragenden Ruf und eine wirtschaftliche Bedeutung, die weit über die Größe des Landes hinausreichte.

Spätestens mit der Finanzkrise begann auch hier eine schwierige und komplizierte Umbruchphase. Skandale und die Aufweichung des Bankgeheimnisses schienen die nahezu unerschütterliche Stellung der Geldhäuser ins Wanken zu bringen. Doch zehn Jahre später präsentieren sich die Schweizer Institute erstaunlich robust.

Mehr Vermögen verwaltet als 2007 - trotz Abstrichen beim Bankgeheimnis

Sicher - man musste Federn lassen. Von den 330 Schweizer Banken vor Ausbruch der Finanzkrise gibt es noch 260. Die Zahl der Mitarbeiter ist von 136.000 auf 120.000 zurückgegangen, die Gewinne auf Jahresbasis sind von 9,7 Mrd. auf 7,9 Mrd. Franken abgeschmolzen. Manche Bank jenseits der Schweizer Grenzen wäre damit immer noch hochzufrieden. Im Vergleich zu anderen Ländern, wo die Finanzkrise den Bankensektor fast zum Einsturz brachte, wirken die Schweizer Krisenauswirkungen verkraftbar. Es scheint eher bemerkenswert, dass Banken und Mitarbeiterzahlen angesichts der Bedrohung durch den digitalen Wandel nicht stärker geschrumpft sind. 

Was noch erstaunlicher ist, dass die Schweizer Institute den Verlust ihres USP als Zufluchtsort für "steuerfreie" Vermögensanlagen so gut überstanden haben. Unter dem Druck anderer Staaten, die stets auf der Jagd nach heimischen Steuersündern sind, hat die Schweiz Stück für Stück Teile ihres berühmten Bankgeheimnisses preisgeben müssen

Das Vertrauen in Schweizer Banken ist nach wie vor hoch, denn neben dem Bankgeheimnis zählen vor allem Kompetenz, Sicherheit und der Finanzplatz." 

Das galt vielen Experten lange als Existenzursache für Schweizer Banken schlechthin. Offenbar ein Irrtum - denn heute verwalten die Institute mit 3,2 Bio. Franken rund 100 Mrd. Franken mehr ausländisches Vermögen als noch vor der Finanzkrise. 

Relativ gesehen ein Bedeutungsverlust 

Relativ gesehen haben Schweizer Banken nicht mehr die Stellung wie vor der Finanzkrise. UBS und Credit Suisse zählen nicht länger zu den 25 größten Finanzinstituten der Welt, hier gibt es inzwischen andere Player. Auch ihre Bedeutung für die Schweizer Volkswirtschaft ist rückläufig. Der Anteil des Finanzsektors ist von 13 Prozent in 2007 auf nurmehr neun Prozent zurückgegangen, Schweizer Versicherungen konnten sich dabei im Vergleich besser behaupten.

Für den Anleger ist eine geopolitische Diversifizierung des Vermögens ein guter Rat. Mit einem Depot in der Schweiz gibt es die Möglichkeit, Teile des Vermögens außerhalb des Euroraums zu halten. Das macht Sinn ab ca. 100.000 Euro Anteil für das Depot in der Schweiz.

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