Der S&P 500 verlor im Krisenjahr 2008 mehr als ein Drittel seines Wertes

Schärfster Börseneinbruch der Geschichte Ursachen der Finanzkrise 2008

In diesem Jahr kann ein zweifelhaftes Jubiläum begangen werden. Am 15. September jährt sich zum zehnten Mal der Tag, an dem die Investmentbank Lehman Brothers ihre Insolvenz ankündigte. Zeitgleich gab der Konkurrent Merrill Lynch die Übernahme durch die Bank of America bekannt.

In der Folge brachen die Aktienkurse weltweit dramatisch ein. Der S&P 500 verlor im Krisenjahr 2008 mehr als ein Drittel seines Wertes. Auch die globale Konjunktur erlebte einen tiefen Einschnitt. In Europa markierte das Ereignis den Auftakt für die wenig später folgende Banken- und Eurokrise. Deren Nachwehen sind bis heute spürbar.

Geplatzte Immobilienblase in den USA 

Der 15. September 2008 war der Kulminationspunkt einer Entwicklung, die sich bereits länger abgezeichnet hatte. Dabei kann ein ganzes Bündel an Gründen für die Krise verantwortlich gemacht werden. Als deren wesentlicher Auslöser gilt das Platzen der Immobilienblase in den USA. In den Jahren zuvor war es in den Vereinigten Staaten zu einem wahren Immobilien-Boom gekommen.

Befeuert durch niedrige Zinsen - nicht zuletzt dank der lockeren Geldpolitik von US-Notenbankchef Greenspan - hatten sich viele Amerikaner in den Immobilienerwerb gestürzt, auch solche, die sich das eigentlich nicht leisten konnten. Die stetig steigenden Preise für Immobilien schienen Wertsteigerungen quasi zu garantieren - ein vermeintlich sicheres Investment. 

Die Banken waren daher nur zu gerne zur Kreditvergabe bereit, auch an Kunden mit zweitklassiger Bonität. Immobilienkredite wurden zum begehrten Spekulationsobjekt. Über Verbriefungen und Paketbildungen wurden riesige Forderungsbestände rund um den Globus gehandelt. Das war ein wichtiges Geschäftsfeld von Lehman Brothers & Co. Welche Kreditqualitäten letztlich dahinter standen, ging weitgehend unter. Selbst die Ratingagenturen ignorierten die Risiken und vergaben für die Kreditpakete Bestnoten. 

Als wesentlicher Auslöser der Finanzkrise 2008 gilt das Platzen der Immobilienblase in den USA."

Krisenzeichen bereits ab 2005 

Bereits ab 2005 zeichnete sich in den USA eine wirtschaftliche Abschwächung ab, gleichzeitig wurden die geldpolitischen Zügel angezogen. Die Häuserpreise fielen und das Kalkül vieler Hausbesitzer ging nicht mehr auf.

In der Folge wurden zahllose Kredite notleidend und brachten Banken in ernsthafte Schwierigkeiten. Schon Mitte 2007 kam es zur Vertrauenskrise und die Institute waren weltweit nicht mehr bereit, sich gegenseitig Geld zu leihen.

Zwar halfen die Notenbanken, aber die Krise fraß sich weiter fort, bis sie mit dem Kollaps von Lehman Brothers richtig akut wurde.

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