Knapp die Hälfte der Befragten hat Angst vor der Zukunft

Bedenken vor den Pflegekosten Sorgen der Generation 50plus

Die Generation 50plus schätzt ihre finanzielle Lage kritisch ein: Knapp die Hälfte der in einer Postbank-Studie Befragten befürchtet, dass insbesondere die Pflege ihre Mittel übersteigen könnte.

Sobald der 50. Geburtstag vorbei ist, rückt das Thema Rente naturgemäß immer stärker in den Fokus. Gleichzeitig reduzieren sich die Möglichkeiten, die Altersvorsorge noch entscheidend zu beeinflussen. Eine repräsentative Postbank-Umfrage in der Altersgruppe von 50 bis 65 Jahren ergab ein ernüchterndes Bild zum Status Quo.

Knapp die Hälfte der Befragten hat Angst vor der Zukunft

Offenbar stellt sich die Situation in der Altersgruppe 50plus kritischer dar, als es bei den bis zu 79-Jährigen der Fall ist, denn hier bestätigt nur ein gutes Drittel die finanziellen Sorgen, während es bei den noch Älteren nur noch 14 Prozent sind. Es geht also in erster Linie um jüngere Rentner, die sich Sorgen um ihre finanzielle Ausstattung im Alter machen. Das Thema Pflege spielt hier eine Hauptrolle: Bei den über 50-Jährigen fürchten 28 Prozent, dass sie von den Pflegekosten finanziell überfordert sein könnten, 15 Prozent haben Angst vor einer Erkrankung, 9 Prozent vor zu niedrigen Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung. 

Um klarzukommen, blenden rund 29 Prozent der Befragten die Zukunftsängste solange wie möglich aus. Und doch würden im Schnitt rund 61 Prozent der Befragten keine finanzielle Hilfe von ihren Verwandten annehmen - in den ostdeutschen Ländern ist der Anteil mit 86 Prozent dabei deutlich höher. Rund 6 Prozent aller Teilnehmer werden finanziell von Angehörigen unterstützt.

Je höher der Bildungsgrad, desto wahrscheinlicher und mehr wurde gespart."

Rund 62 Prozent der Altersrentner verfügen über Ersparnisse, wobei der Anteil in den westdeutschen Bundesländern mit 63 Prozent im Vergleich zu 57 Prozent in den ostdeutschen Bundesländern etwas höher ist. Auch in Bezug auf die Geschlechter gibt es Unterschiede: Konnten 65 Prozent der Männer Rücklagen bilden, sind es bei den Frauen nur 59 Prozent. Ebenso differenziert stellt sich die Situation in Relation mit dem Bildungsabschluss dar: Je höher der Bildungsgrad, desto wahrscheinlicher und mehr wurde gespart, was nicht zuletzt am Einkommensniveau liegen dürfte. 

Bei den Plänen gehen die Meinungen weit auseinander: Ein Drittel der Befragten verwahrt das Ersparte für den Notfall, 12 Prozent wollen sich tatsächlich etwas gönnen, 10 Prozent verbrauchen die Rücklagen zur Bestreitung des Lebensunterhaltes. Für Pflegekosten bleibt da kaum Luft.

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