Prognosen nach unten korrigiert

Schwer, den richtigen Weg zu finden Wie kommen wir aus der Krise?

Es ist erst wenige Wochen her, da machte sich allenthalben Optimismus bezüglich der Überwindung der ökonomischen Corona-Folgen breit. Der Einbruch durch den Lockdown im März/April war nicht so stark wie zunächst befürchtet und die Wirtschaft erholte sich schneller als gedacht. Vieles sprach für einen V-förmigen Verlauf.

Inzwischen hat sich die Stimmung deutlich eingetrübt. Die massiv steigenden Infektionszahlen und die wieder notwendigen Beschränkungen wecken ungute Erinnerungen und nähren Befürchtungen vor einem erneuten Lockdown. Der scheint inzwischen nicht mehr so ausgeschlossen wie noch vor kurzer Zeit.

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Prognosen nach unten korrigiert

Eins scheint schon festzustehen: ganz so rasch wird der Aufschwung nicht kommen. Deutschlands führende Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Prognosen gerade erst nach unten korrigiert. War zunächst von einem BIP-Rückgang von 4,2 Prozent in 2020 ausgegangen worden, rechnet man jetzt mit -5,4 Prozent. Auch die Wachstumserwartungen für 2021 und 2022 fallen mit 4,7 Prozent bzw. 2,7 Prozent bescheidener aus. Ein erneuter Lockdown ist nicht einmal eingerechnet.

Dass wir bisher trotzdem einigermaßen gflimpflich durch die Krise gekommen sind, hat viel mit den Stützungsmaßnahmen des Staates zu tun. Die Bundesregierung hat Schutzschirme für die Wirtschaft aufgespannt und ein umfangreiches Konjunkturprogramm in Gang gesetzt. Die EZB öffnete die Geldschleusen noch weiter als ohnehin schon. Unausgesprochen stand dabei auch die Hoffnung Pate, von einer zweiten Corona-Welle verschont zu bleiben.

Einfach Geld in die Wirtschaft pumpen kann auch nur eine Maßnahme auf (kurze) Sicht sein. Das reicht aber nicht."

Sich jetzt auf die Zukunft einstellen

Ein Irrtum - jetzt ist die Lage (fast) da. Und nun? Die Politik hat ihre Möglichkeiten, kurzfristig mit viel Geld zu helfen, schon stark ausgereizt. Einen erneuten "Wumms" à la Olaf Scholz & Co. können wir uns nicht nochmal leisten, mögen wir auch noch so gut gewirtschaftet haben. Einfach Geld in die Wirtschaft pumpen, kann auch nur eine Maßnahme auf (kurze) Sicht sein. Das reicht aber nicht.

Was mehr denn je gefragt ist, sind Zukunftsstrategien für den Wirtschaftsstandort Deutschland - durch Stärkung innovativer Unternehmen, Förderung der Wettbewerbsfähigkeit und Entlastung der Bürger. Die bisherigen Erfahrungen lassen von der Politik allerdings wenig Visionäres erwarten, vor der Bundestagswahl schon gar nicht. Dabei beginnt die Zukunft bereits heute, nicht erst nach den Wahlen - höchste Zeit, aktiv die nächsten Jahre zu gestalten. Wer zu spät kommt...

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