Auf hohem Niveau hielt sich die Nachfrage nach Gold für Schmuck

Trotz weltweiter Spannungen Goldnachfrage gesunken

Man kann nicht gerade behaupten, dass es ruhig in der Welt ist. Der Syrien-Krieg geht weiter und die Lage im Nahen Osten ist alles andere als entspannt. Ebenso wenig ist der Konflikt des Westens mit Russland gelöst und ob die Friedenssignale auf der koreanischen Halbinsel mehr als eine Eintagsfliege sind, muss sich erst noch zeigen.

Angesichts dieser Unwägbarkeiten ist es erstaunlich still um das Gold. Das gelbe Edelmetall gilt eigentlich in unsicheren Zeiten als besonders gefragt. Doch der Goldpreis schwankt seit Jahresbeginn eher richtungslos zwischen 1350 Dollar und 1300 Dollar pro Feinunze. Von den Höchstständen von fast 1.900 US-Dollar im Jahre 2011 ist er weit entfernt.

Weniger Barren und Münzen - Zentralbanken kaufen kräftig ein

Rein mengenmäßig ist die Goldnachfrage in den ersten drei Monaten im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Nach Angaben des World Gold Council sank die Nachfrage um acht Prozent auf 973 Tonnen. Zuletzt war das Gold nur im ersten Quartal 2008 weniger begehrt. Vor allem in Deutschland, China und den USA gab es viel Zurückhaltung beim Kauf von Barren und Goldmünzen. Auch börsengehandelte Werte mit Goldbezug wurden seltener gekauft.

Besonders Russland, die Türkei und Kasachstan deckten sich mit Gold ein."

Insgesamt sank die Nachfrage nach Münzen und Barren um 15 Prozent auf rund 255 Tonnen. Ähnlich verhalten war die Entwicklung bei Gold-ETFs. Die Nettozuflüsse in den ersten drei Monaten machten mit 32,4 Tonnen weniger als ein Drittel des Vorjahreswertes aus. 

Immerhin wurde der Bestand damit unter dem Strich im fünften Quartal hintereinander aufgestockt. Auf hohem Niveau hielt sich dagegen die Nachfrage nach Gold für Schmuck. Sie lag bei 488 Tonnen - ein Minus von einem Prozent. 

Bei Industrie-Gold wurden vier Prozent mehr gekauft - ca. 82 Tonnen, ein Folge der guten Weltkonjunktur. Gegen den Trend entwickelte sich die Zentralbank-Nachfrage nach Gold. Sie stieg um 42 Prozent auf 116 Tonnen. 

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