Die Immobilienpreise auf dem Land werden in Zukunft deutlich einbrechen

Nicht jedes Schnäppchen ist lohnend Günstige Immobilienpreise auf dem Lande

Die Entwicklungen am Immobilienmarkt sind derzeit schizophren: Explodieren vor allem in Großstädten die Preise, stehen im Gegensatz dazu auf dem Land Häuser leer. Eine Entspannung der Situation ist nicht in Sicht.

In einigen Städten ist es für Normalverdiener längst unmöglich geworden, eine bedarfsgerechte Immobilie zu mieten oder gar zu kaufen. Der Blick geht deswegen oft über den Stadtrand hinaus in die ländliche Umgebung, was sich jedoch auf Dauer als Fehlinvestition erweisen kann. Geht nämlich die Nachfrage aufgrund der demografischen Entwicklung auf dem Land weiter zurück, droht massiver Wertverlust.

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Die fatalen Auswirkungen der Stadtflucht

Für Familien mit Kindern ist ein Häuschen im Grünen durchaus ein lohnendes Ziel, dafür nehmen sie auch die längeren Arbeitswege und fehlende Infrastruktur in Kauf. Aktuell werden vor allem in ländlichen Regionen Einfamilienhäuser neu gebaut, weil die Preise hier noch erschwinglich sind. Generell gilt die selbst genutzte Immobilie als stabiles Fundament für eine ausreichende Altersversorgung, angesichts der aktuellen Trends könnte sich dies jedoch als Trugschluss erweisen: Die Immobilienpreise auf dem Land werden in Zukunft deutlich einbrechen, so die Forscher vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) und vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). 

Die besorgniserregenden Prognosen der Forscher

Schon heute würden demnach Häuser auf dem Lande leer stehen, trotzdem wird nach wie vor zu viel gebaut - zumindest im Verhältnis zum wegen der demografischen Entwicklung schrumpfenden Bedarf. Ein weiteres Problem: Das Bauen auf grüner Wiese zersiedelt zunehmend die Städte und Dörfer, weswegen gezielte Programme zur Revitalisierung vorhandener Siedlungen aufgelegt würden. Ohnehin wäre der Neubau nicht immer die beste Lösung, vor allem die vorhandene Infrastruktur könnte durch eine Aufwertung von Bestandsimmobilien deutlich besser ausgelastet werden.

Auf der anderen Seite lässt sich festhalten, dass der aktuelle Leerstand an Wohnungen in Deutschland enorm ist: Rund zwei Millionen, davon rund 950.00 in ländlichen Gebieten, wären sofort verfügbar - allerdings an den falschen Stellen. Darüber hinaus besteht durchaus Neubaubedarf, wenn beispielsweise bestimmte qualitative Ansprüche wie alters- oder familiengerechtes Wohnen umgesetzt werden sollen.

Sich nur auf den günstigen Preis zu verlassen, könnte schnell zum Bumerang werden."

Der Häuslebauer, der für seine Familie den Traum vom eigenen Haus verwirklichen will, sollte daher das Umfeld in Bezug auf die Nachfrage, beispielsweise durch eine nahe gelegene Universität oder ein Unternehmen, sowie die vorhandene Infrastruktur und Bausubstanz genauer unter die Lupe nehmen.

Sich nur auf den günstigen Preis zu verlassen, könnte nämlich schnell zum Bumerang werden: Soll das Häuschen vor Eintritt in die Rente verkauft werden, sind enorme Verluste wahrscheinlich. Hier die Balance zwischen nachfragegetrieben überhöhten Preisen und einem echten Schnäppchen zu halten, dürfte ausgesprochen schwierig werden.

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