Die Wertentwicklung eines Fonds wird maßgeblich von der Wertentwicklung der darin enthaltenen Papiere bestimmt

Serie Finanzwissen: Finanzwissen Investmentfonds Wertentwicklung, Verfügbarkeit und Transparenz

Anleger, die in Investmentfonds investieren, wollen damit von den laufenden Erträgen und der Wertentwicklung profitieren. Darüber hinaus spielt die Verfügbarkeit eine wichtige Rolle. Ebenfalls von Bedeutung ist die Fonds-Transparenz, denn Anleger wollen nachvollziehen können, wie ihr Fonds agiert und performt. Auf diese drei Aspekte soll im Folgenden eingegangen werden.

1. Wertentwicklung 

Die Wertentwicklung eines Fonds wird maßgeblich von der Wertentwicklung der darin enthaltenen Papiere bestimmt. Dabei kommt es zum einen auf die jeweils gewählten Anlageklassen und die Entwicklung auf den relevanten Märkten an, wie die Titel im Fondsportfolio "performen". Da Investmentfonds eine breite Risikostreuung betreiben, ist die Entwicklung eines einzelnen Papiers im Portfolio weniger von Bedeutung. Aus den Veränderungen des Anteilswerts und den Ausschüttungen ergibt sich die Fondsrendite. Sie ist wichtiger Maßstab zum Vergleich mit anderen Fonds und Anlagen.

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Bei der Fonds-Performance sind auch Kosten zu berücksichtigen. Sie fallen in Form von Ausgabe- bzw. Rücknahmeaufschlägen und Verwaltungsgebühren an. Bei börsengehandelten Fonds sind Depot- und Trading-Kosten zu berücksichtigen. Die Fondskosten wirken renditeschmälernd und sind wegen der bestehenden erheblichen Unterschiede nicht zu vernachlässigen. 

2. Verfügbarkeit 

Neben der Rendite ist die Verfügbarkeit bei jeder Anlage ein wichtiges Entscheidungskriterium. Hier gilt, dass offene Investmentfonds - obwohl eher für langfristigen Vermögensaufbau gedacht - ein vergleichsweise liquides Anlageinstrument sind. 

Bei Wertpapierfonds ist eine jederzeitige Rückgabe der Anteile möglich. Bei kurzen Haltedauern wirken sich allerdings die Ausgabe- bzw. Rücknahmeaufschläge überproportional renditemindernd aus, so dass sich eine schnelle Rückgabe alleine aus spekulativen Gründen in der Regel nicht lohnt. Handelt es sich um börsengehandelte Fonds, gibt es keine Aufschläge. Hier kann jederzeit ein Kauf oder Verkauf über die Börse erfolgen, wobei die Transaktionskosten bei kurzen Haltedauern ebenfalls stärker renditemindernd zu Buche schlagen. 

Bei offenen Immobilienfonds ist die Verfügbarkeit stärker eingeschränkt. Hier können Anteile erst nach einer Mindesthaltedauer von zwei Jahren und mit einer Kündigungsfrist von 12 Monaten zurückgegeben werden. Diese Beschränkung kommt der Stabilität der Fonds zugute. 

Indexfonds sind besonders transparent.

3. Transparenz

Aufgrund gesetzlicher Vorschriften besteht bei offenen Investmentfonds eine umfassende Publizitäts-, Informations- und Berichterstattungspflicht. Wesentliche Instrumente der Anlegerinformation sind

  • das Verkaufsprospekt; 
  • die sogenannte Wesentliche Anlegerinformation, oft auch Produktinformationsblatt genannt;
  • die regelmäßig zu erstellenden Halbjahres- und Jahresberichte. 

Darüber hinaus haben Anleger die Möglichkeit, Fonds auszuwählen, bei denen die Anlagepolitik besonders einfach nachzuvollziehen ist. Das ist zum Beispiel bei Indexfonds (ETF) der Fall, weil sie Papiere genau in der Zusammensetzung erwerben, in der sie auch in einem Marktindex enthalten sind. Die Entwicklung des Marktes bzw. des Indexes spiegelt sich daher auch in der Fondsentwicklung wider.

 

 

Die vom Autor als Basis für diesen Artikel verwendeten Informationen sind vom Rechteinhaber des Grundlagenwissen: Investmentfonds und die Risiken, der fundsware GmbH, zur Verfügung gestellt worden.

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