Allianzhochhaus in Berlin

Allianz hebt sich ab Der Markt für Lebensversicherungen

Die Allianz ist schon bisher führend im schwierigen Markt der Lebensversicherungen. In diesem Jahr könnte es ihr gelingen, ihre Marktposition noch weiter auszubauen. Im zweiten Quartal erhöhte der Versicherer beim Neugeschäft den Marktanteil auf 24,2 Prozent. Jeder vierte Vertrag wird demnach heute bei der Allianz abgeschlossen, 2012 war es erst jeder sechste.

Ein Grund für den Geschäftserfolg liegt in der finanziellen Stärke des Versicherungskonzerns. Er erlaubt dem Unternehmen differenzierte Anlagestrategien. Das schafft zusätzliche Geschäftsspielräume und bietet mehr Erträge als die einseitige Fokussierung auf festverzinsliche Anlagen. Angesichts von Zinsen nahe Null tragen diese nur noch wenig zu einer positiven Geschäftsentwicklung bei.

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Finanziell bestens ausgestattet

Die steigenden Marktanteile kommen dabei nicht von ungefähr. Die Allianz verfolgt bewusst eine Wachstumsstrategie und hofft, von schierer Größe zu profitieren. Das Geschäft soll schneller wachsen als die Kosten, so die nicht ganz neue Philosophie. Auch andere Großunternehmen setzten auf die berühmten "economies of scale". Dabei kann die Digitalisierung eine wichtige Rolle spielen, die von der Allianz nicht nur als Gefahr für das klassische Versicherungsgeschäft gesehen wird, sondern auch als Chance. Man versteht sie strategisch. 

Finanziell ist die Allianz bestens ausgestattet. Im Hinblick auf die Solvency II-Vorgaben verfügt sie über Eigenmittel, die mehr als dreimal so hoch sind wie die gesetzlichen Anforderungen. Das kann längst nicht jeder Lebensversicherer behaupten. Eine Untersuchung des unabhängigen Analysten Carsten Zielke zeigt, dass jeder neunte Anbieter eine Solvenzquote unter hundert Prozent aufweist und nur dank der geltenden Übergangsregelungen den Anforderungen genügt. Lediglich der Konkurrent R+V ist mit einer Quote von 476 Prozent bei der Solvenz noch besser.

Im Hinblick auf die Solvency II-Vorgaben verfügt die Allianz über Eigenmittel, die mehr als dreimal so hoch sind wie die gesetzlichen Anforderungen."

Solvency II kein Hindernis für differenzierte Anlagen

Nach Feststellung des Analysten führen die strengeren Solvenz-Forderungen keineswegs dazu, dass Lebensversicherer einseitig auf festverzinsliche Anlagen setzen müssten. Solvency II gestatte vielmehr eine differenzierte Anlagepolitik, die zum Beispiel auch renditeträchtigere Investments im Immobilien-Bereich oder bei Infrastruktur-Vorhaben beinhalte. Davon würden vor allem größere Anbieter wie die Allianz profitieren, die dafür eigenes Know How aufbauen könnten. 

Gleichzeitig eröffnet die Differenzierung Möglichkeiten, Produkte ergänzend oder alternativ zur klassischen Lebensversicherung anzubieten. So bringt die Allianz aktuell ein neues Vorsorgeprodukt mit Beitragsgarantie auf den Markt, das von den flexibleren Anlagen profitiert.

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