Egal wie man es rechnet: Garantien kosten Geld

Egal ob Riestervertrag oder Lebensversichung Garantien kosten Geld

Garantien versprechen Anlegern Sicherheit. Die ist insbesondere gefragt, wenn es um Produkte für private Altersvorsorge geht. Dabei stehen nach wie vor Riesterverträge und die "klassische" Lebensversichung hoch im Kurs. Was in diesem Zusammenhang häufig übersehen wird, Sicherheit kostet auch.

Dies macht sich gerade in der Niedrigzinsphase negativ bemerkbar. Mehr Flexibilität und der Verzicht auf manches Garantieversprechen wären in vielen Fällen von Vorteil. Der Garantiezins gehört seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Verkaufsargumenten der Lebensversicherungsbranche. Er bietet den Versicherungskunden die Gewähr, dass ihre Lebensversicherung auf jeden Fall eine gewisse Mindestrendite erzielt.

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Garantien - ein wesentliches Verkaufsargument 

Dieses Zinsversprechen ist allerdings für die Versicherer immer mehr zum Problem geworden. In Zeiten sinkender Zinsen wird es zunehmend schwieriger, die Zusagen aus der Vergangenheit einzuhalten. Manches Unternehmen hat sich daher mittlerweile von der "klassischen" Lebensversichung ganz verabschiedet und bietet stattdessen Lebensversicherungen mit Beitragsgarantie an.  

Sparern wird hier nur noch zugesagt, am Ende der Laufzeit mindestens die eingezahlten Beiträge zu erhalten. Diese Zusage ist auch grundlegende Bedingung für die Zertifizierung von Riester-Produkten. Doch diese Garantien für Beiträge kosten Geld. Sie zwingen Anbieter nämlich dazu, bevorzugt in solche Anlagen zu investieren, die sichere Erträge und Kapitalerhalt bieten. Das sind in erster Linie festverzinsliche Wertpapiere guter bis sehr guter Bonität. Dabei gibt es einen verhängnisvollen Zusammenhang.

In Hochzinszeiten reichen vergleichsweise geringe Anteile der Beiträge für Festzinsanlagen aus, um den Kapitalerhalt zu gewährleisten. Dann verbleiben relativ große Spielräume für andere, noch ertragreichere Investments - zum Beispiel in Aktien. Wenn die Zinsen am Markt dagegen niedrig sind, ist der erforderliche Anteil für "Festverzinsliche" notwendigerweise größer. Dann müssen erfolgversprechendere, aber riskantere Anlagen außen vor bleiben. 

Unter dem Strich verwundert es nicht, wenn Finanzprodukte mit Garantien oft enttäuschende Ergebnisse erzielen."

Oft übersehen - die Garantiekosten 

Wenn zum Beispiel bei einem Kapitalmarktzins von fünf Prozent nur 20 Prozent der Beiträge in festverzinsliche Wertpapiere fließen müssen, sind es bei einem Prozent Marktzins schon 80 Prozent. In der Konsequenz bedeutet dies: je niedriger das Zinsniveau ist, umso mehr von den Beiträgen wird für unattraktive festverzinsliche Anlagen verwandt. Das ist das eigentliche Dilemma der Beitragsgarantie: sie schränkt die Nutzung von Chancen gerade dann ein, wenn sie am nötigsten gebraucht werden. 

Unter dem Strich verwundert es nicht, wenn Finanzprodukte mit Garantien oft enttäuschende Ergebnisse erzielen. Gerade manche Riester-Produkte verdanken ihre Wettbewerbsfähigkeit überhaupt nur der staatlichen Förderung. In sehr vielen Fällen würden Anleger mit flexibleren Anlageformen auf lange Sicht - und darum geht es bei der Altersvorsorge - besser fahren. Unabhängige Finanzberatung hilft Ihnen dabei, auch ohne Lebensversicherung oder Riester-Produkt gute Lösungen für Ihre Altersvorsorge zu entwickeln.

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